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Dodano: 17.03.2020

Was ist Functional Food? Beispiele für funktionelle Lebensmittel

Bio-, verarbeitete, gentechnisch veränderte, konventionelle Lebensmittel … Es gibt viele Arten von Lebensmittel und ihre Bezeichnung sagen oft nichts aus. Um sich nicht im Dunkeln zu bewegen und genau zu wissen, was hinter einem bestimmten Etikett verborgen ist, bringen wir euch von Zeit zu Zeit Themen näher, die sich im Allgemeinen auf Ernährung beziehen. Heute finden wir heraus, was sogenannte funktionelle Lebensmittel sind! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Was sind funktionelle Lebensmittel?

Wenn wir in einem Satz definieren möchten, was funktionelle Lebensmittel sind, würden wir uns auf die Behauptung beschränken, dass es sich um eine Art von Lebensmitteln handelt, deren gesundheitliche Vorteile (heilende) Wirkung auf die Gesundheit und Ernährung dokumentiert wurde.

Der Begriff leitet sich aus der östlichen Kultur ab, die in der traditionellen Medizin, Lebensmittel häufig als Medizin verwendet hat. Japan und China sind daher die größten Märkte für „functional Food“.

In Europa begann die Forschung zu dieser Art von gesunder Ernährung Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Funktionelle Lebensmittel können in zwei Gruppen unterteilt werden – konventionelle und technologisch modifizierte. Zu der ersten Gruppe gehören Naturprodukte mit besonderen Eigenschaften, die den Körper beeinflussen. Die zweite Gruppe ist Modifikationen unterzogen, wodurch deren gesundheitsfördernde Wirkungen verstärkt werden. Es gibt eine Reihe von Aktionen, die hier angewandt werden können. Das fertige Produkt kann mit bioaktiven Substanzen angereichert werden.

Das Produkt kann der Entfernung bestimmter schädlicher Substanzen, z. B. Cholesterin, Zucker, Salz oder der Verringerung des Fettgehalts, unterzogen werden. Ein Beispiel für technologisch modifiziertes functional Food können gefriergetrocknete Produkte in Form von Konzentraten oder Pulvern sein.

Funktionelle Lebensmittel sollten aus natürlichen Zutaten hergestellt werden. Sie sollen riechen, schmecken und wie normales Essen aussehen. Sie liefern die notwendigen Nährstoffe und wirken zusätzlich heilend oder gegenüber Krankheiten vorbeugend. Die gesundheitlichen Wirkungen von Produkten auf den Körper müssen in wissenschaftlichen Studien am Menschen wissenschaftlich belegt und dokumentiert werden. Sogar die Europäische Union hat hierzu bereits einen Artikel zur Aufklärung verfasst. Eine Broschüre über deren Wirkung im wissenschaftlichen Bereich und den gesundheitlichen Zusatznutzen. Funktionelle Lebensmittel, die neuartigen Lebensmitteln im Sinne der Novel-Foods-Verordnung entsprechen bzw. neuartige Zutaten enthalten, sind grundsätzlich nicht frei verkehrsfähig, sondern müssen ein europäisches Genehmigungsverfahren durchlaufen.

Angereicherte und funktionelle Lebensmittel

Man sollte jedoch, das Konzept der funktionalen und angereicherten Lebensmittel unterscheiden, da sie nicht miteinander identisch sind.

Angereicherte (anders gesagt: ergänzte) Lebensmittel werden durch Zugabe von biologisch aktiven Inhaltsstoffen hergestellt, um den Nährstoffverlust während der Produktion zu ergänzen. Dies bedeutet, dass beispielsweise Saft, Milch, Mehl mit Vitaminen und Mineralstoffen ergänzt werden, die während der Verarbeitung verloren gehen.

Funktionelle Lebensmittel sind natürlich, zusätzlich mit Inhaltsstoffen angereichert, die eine bestimmte Körperfunktion positiv beeinflussen, die Gesundheit verbessern oder vor einer bestimmten Krankheit schützen.

Beispiele für funktionelle Lebensmittel und ihre Eigenschaften

Funktionelle Lebensmittel lassen sich entweder nach ihren Eigenschaften oder nach der Zielgruppe unterscheiden, für welche sie hergestellt wurden. Einige Lebensmittel sind für bestimmte Personen und deren besonderen Bedürfnisse ihrer Körper hergestellt.

Diese Produkte werden nach ihrer Form sowie Zusammensetzung ausgewählt, in welcher sie serviert werden sollen. Darüber hinaus kann man funktionelle Lebensmittel für Sportler, Säuglinge, Senioren und Menschen mit Krankheiten unterscheiden (z. B. für Menschen nach einer Chemotherapie).

In Bezug auf die spezifischen Eigenschaften von funktionellen Lebensmitteln können wir unter anderem folgende Lebensmittel unterscheiden:

 

  • Probiotischen Lebensmittel
  • Lebensmittel mit niedrigem Cholesterinspiegel
  • Lebensmittel mit Sterolen
  • Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren
  • ballaststoffreiche Lebensmittel
  • Lebensmittel mit niedrigem Natrium
  • Lebensmittel mit energetisierender Wirkung

Probiotische Lebensmittel

Probiotische Lebensmittel enthalten lebende Mikroorganismen von Milchsäurebakterien, die sich positiv auf die natürliche Flora des Verdauungssystems auswirken, eine geregelte Verdauung erleichtern und das Immunsystem stärken.

Lebende Milchsäurebakterien binden auch Cholesterin, reduzieren dessen Konzentration und minimieren das Risiko von Arteriosklerose. Lebensmittel, in denen probiotische Bakterien enthalten sind und in denen Bakterienstämme mit probiotischer Aktivität natürlich vorkommen, sind fermentierte Milchprodukte – probiotischer Joghurt, Kefir, Sauermilch. Aber auch andere fermentierte Nahrungsmittel wie frisches Sauerkraut enthalten große Mengen probiotischer Keime.

Es ist vor allem wichtig, den Unterschied zwischen Probiotika und Präbiotika zu betonen. Präbiotika sind unverdaute Lebensmittelzutaten, die das Wachstum guter Bakterien im Dickdarm stimulieren. Dazu gehören unter anderem unverdaute Stärke, Pektine, Guaran oder Inulin (auch als Zichorienwurzelfaser bekannt).

Lebensmittel mit niedrigem Cholesterinspiegel und Lebensmittel mit Sterolen

Im technologischen Prozess kann man den Cholesteringehalt senken. Mayonnaisen werden mit einem reduzierten Gehalt vom Cholesterin produziert, da Hühnereigelb durch einen geeigneten Emulgator ersetzt wird. In Brotaufstrichen wird Butter durch pflanzliche Öle ersetzt – Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl. Dadurch entsteht ein diätetisches Lebensmittel, das dabei hilft, den Cholesterinspiegel zu senken.

Sterole sind pflanzliche Chemikalien, die den Cholesterinspiegel im Blut senken und das Risiko von Arteriosklerose verhindern. Aufgrund der Tatsache, dass die Menge an Sterolen in der Diät sehr gering ist, werden sie Margarinen, Käse oder Joghurts hinzugefügt. Eine hohe Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über pflanzliche Lebensmittel geht mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie weiterer Krankheiten einher.

Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf das Gehirn aus. Sie werden zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Sie senken Triglyceride und schlechtes Cholesterin. Fetthaltige Fische, Walnüsse und Leinsamen sind natürliche Quellen für ungesättigte Fettsäuren.

Diese Säuren sind sehr instabil und oxidieren, wenn sie dem Licht ausgesetzt werden. In funktionellen Lebensmitteln sind Margarinen und Milch mit ihnen angereichert.

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Ballaststoffreiche Lebensmittel

Das Vorhandensein von in den Darm gelangten Ballaststoffen in der Nahrung verringert das Risiko für Arteriosklerose, Cholelithiasis und Darmkrebs. Es reinigt den Körper von Giftstoffen, wirkt sich positiv auf die Arbeit des Darms aus, beispielsweise durch Verhinderung von Verstopfungen. Die hohe Menge an Ballaststoffen im Brot wird durch Zugabe von Kleie und Trockenpflaumen erhöht.

Auf was soll man beim Kauf von funktionellen Lebensmitteln achten?

Man sollte bedenken, dass funktionelle Lebensmittel eine abwechslungsreiche ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Um tatsächlich funktionelle Lebensmittel zu kaufen, sollten wir die Etiketten lesen. Der Hersteller sollte dort Informationen zu der erwarteten positiven Wirkung bereitstellen. Er sollte auch die Mengenangabe angeben, also wie viel des Produkts wir einnehmen sollen und wie lange, um den erwarteten Effekt zu erzielen. Es ist auch wichtig, dass auf dem Etikett die Bestätigung angegeben ist, dass das Produkt klinischen Studien unterzogen wurde. Dies ist laut der sogenannten Health Claims-Verordnung rechtlich geregelt.

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