Funktionelle lebensmittel

Bio-, verarbeitete, gentechnisch veränderte, konventionelle Lebensmittel … Es gibt viele Arten von Lebensmitteln und ihre Namen sagen uns oft nichts aus. Um sich nicht im Dickicht der Namen zu verlieren und genau zu wissen, was hinter einem bestimmten Etikett verborgen ist, bringen wir euch von Zeit zu Zeit Themen näher, die sich im Allgemeinen auf Ernährung beziehen. Heute werden wir herausfinden, was funktionelle Lebensmittel sind! Wir laden euch zum Lesen ein.

Was sind funktionelle Lebensmittel?

Wenn wir in einem Satz definieren möchten, was funktionelle Lebensmittel sind, würden wir uns auf die Behauptung beschränken, dass es sich um eine Art von Lebensmitteln handelt, deren vorteilhafte (heilsame) Wirkung auf die Gesundheit dokumentiert wurde. Der Begriff leitet sich aus der östlichen Kultur ab, die in der traditionellen Medizin Lebensmittel häufig als Medizin behandelt. Japan und China sind daher die größten Märkte für funktionelle Lebensmittel. In Europa begann die Forschung zu dieser Art von Lebensmitteln Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Funktionelle Lebensmittel können in zwei Gruppen unterteilt werden – konventionelle und technologisch modifizierte. Zu der ersten Gruppe gehören Naturprodukte mit besonderen Eigenschaften, die den Körper beeinflussen. Die zweite Gruppe ist den Modifikationen unterzogen, wodurch die gesundheitsfördernden Wirkungen verstärkt werden. Es gibt eine Reihe von Aktionen, die hier verwendet werden können. Das fertige Produkt kann mit bioaktiven Substanzen angereichert werden. Das Produkt kann der Entfernung bestimmter schädlicher Substanzen, z. B. Cholesterin, Zucker, Salz oder der Verringerung des Fettgehalts, unterzogen werden. Ein Beispiel für technologisch modifizierte funktionelle Lebensmittel können gefriergetrocknete Produkte in Form von Konzentraten oder Pulvern sein.

Funktionelle Lebensmittel sollten aus natürlichen Zutaten hergestellt werden. Sie sollten riechen, schmecken und wie normales Essen aussehen.

Funktionelle Lebensmittel liefern die notwendigen Nährstoffe und wirken zusätzlich heilend oder vorbeugend auf die Krankheit. Die Auswirkungen von Produkten auf den Körper müssen in klinischen Studien am Menschen dokumentiert werden.

Angereicherte und funktionelle Lebensmittel

Es lohnt sich, das Konzept der funktionalen und angereicherten Lebensmittel zu unterscheiden, da sie nicht miteinander identisch sind.

Angereicherte (anders gesagt: ergänzte) Lebensmittel werden durch Zugabe von biologisch aktiven Inhaltsstoffen hergestellt, um den Nährstoffverlust während der Produktion zu ergänzen. Dies bedeutet, dass beispielsweise Saft, Milch, Mehl mit Vitaminen ergänzt werden, die während der Verarbeitung verloren gehen.

Funktionelle Lebensmittel sind natürlich, zusätzlich mit Inhaltsstoffen angereichert, die eine bestimmte Körperfunktion positiv beeinflussen, die Gesundheit verbessern oder vor einer bestimmten Krankheit schützen.

 

Beispiele für funktionelle Lebensmittel und ihre Eigenschaften

Funktionelle Lebensmittel lassen sich unterteilen entweder nach ihren Eigenschaften oder nach der Zielgruppe, für welche sie erstellt wurden. Einige Lebensmittel sind für bestimmte Personen und die besonderen Bedürfnisse ihrer Körper hergestellt. Diese Produkte werden nach der Zusammensetzung und nach der Form ausgewählt, in welcher sie serviert werden sollen. Unter denen können wir funktionelle Lebensmittel für Sportler, Säuglinge, Senioren und Menschen mit Krankheiten unterscheiden (z. B. für Menschen nach einer Chemotherapie).

In Bezug auf die spezifischen Eigenschaften von funktionellen Lebensmitteln können wir unter anderem folgende Lebensmittel unterscheiden:

  • probiotische
  • mit niedrigem Cholesterinspiegel
  • mit Sterolen
  • mit Omega-3-Fettsäuren
  • ballaststoffreiche
  • mit niedrigem Natrium
  • mit energetisierender Wirkung.

 

Probiotische Lebensmittel

Probiotische Lebensmittel enthalten lebende Kulturen von Milchsäurebakterien, die sich positiv auf die natürliche Flora des Verdauungssystems auswirken, die Verdauung erleichtern und die Immunität stärken. Sie binden auch Cholesterin, reduzieren dessen Konzentration und minimieren das Risiko von Arteriosklerose. Lebensmittel, in denen Bakterienstämme mit probiotischer Aktivität natürlich vorkommen, sind fermentierte Milchprodukte – Joghurt, Kefir, Sauermilch.

Es ist erwähnenswert, den Unterschied zwischen Probiotika und Präbiotika zu betonen. Präbiotika sind unverdaute Lebensmittelzutaten, die das Wachstum guter Bakterien im Dickdarm stimulieren. Dazu gehören unter anderem unverdaute Stärke, Pektine, Guargummi oder Inulin (auch als Zichorienwurzelfaser bekannt).

 

Lebensmittel mit niedrigem Cholesterinspiegel und Lebensmittel mit Sterolen

Im technologischen Prozess kann man den Cholesteringehalt senken. Mayonnaisen werden mit einem reduzierten Gehalt vom Cholesterin produziert, da Hühnereigelb durch einen geeigneten Emulgator ersetzt wird. In Brotaufstrichen wird Butter durch pflanzliche Öle ersetzt – Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl. Dadurch entstehen Lebensmittel, die dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

Sterole sind pflanzliche Chemikalien, die den Cholesterinspiegel im Blut senken und das Risiko von Arteriosklerose verhindern. Aufgrund der Tatsache, dass die Menge an Sterolen in der Diät sehr gering ist, werden sie Margarinen, Käse, Joghurts hinzugefügt. Solche Produkte können der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut dienen.

 

Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf das Gehirn aus. Sie werden zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Sie senken Triglyceride und schlechtes Cholesterin. Fetthaltige Fische, Walnüsse und Leinsamen sind natürliche Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Diese Säuren sind sehr instabil und oxidieren, wenn sie dem Licht ausgesetzt werden. In funktionellen Lebensmitteln sind Margarinen und Milch mit ihnen angereichert.

 

Ballaststoffreiche Lebensmittel

Das Vorhandensein von Ballaststoffen in der Nahrung verringert das Risiko für Arteriosklerose, Cholelithiasis und Darmkrebs. Es reinigt den Körper von Giftstoffen, wirkt sich positiv auf die Arbeit des Darms aus, beispielsweise durch Verhinderung von Verstopfungen. Die Menge an Ballaststoffen im Brot wird durch Zugabe von Kleie und Trockenpflaumen erhöht.

 

Wie soll man funktionelle Lebensmittel kaufen?

Es ist wichtig zu bedenken, dass funktionelle Lebensmittel eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen. Um tatsächlich funktionelle Lebensmittel zu kaufen, sollen wir die Etiketten lesen. Der Hersteller sollte da Informationen zu den erwarteten Auswirkungen bereitstellen. Er sollte auch anweisen, welchen Teil des Produkts wir einnehmen sollen und wie lange, um den erwarteten Effekt zu erzielen. Es ist auch wichtig, auf dem Etikett die Bestätigung zu finden, dass das Produkt klinischen Studien unterzogen wurde.