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Veröffentlicht: 28.07.2019

Was ist Amaranth und warum gehört er zu Superfoods? Nährwerte und Gesundheitsvorteile

Obwohl Amarant bereits von den Azteken und Maya angebaut worden war, bezeichnen wir ihn als „Getreide des 21. Jahrhunderts”. Der Amarant hat lange darauf gewartet, dass wir ihn wiederentdecken und in unsere Speisepläne aufnehmen. Heute nutzen wir seine Eigenschaften erneut. Das ist vorteilhaft für eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Nährstoffen.

Warum haben es diese kleinen und unscheinbaren Körner verdient, als Superfood bezeichnet zu werden? Wodurch unterscheiden sie sich im Vergleich mit traditionellem Getreide (und können wir sie tatsächlich dazu zählen?), warum sind sie bei Veganern und Vegetariern beliebt und welche Vorteile erzielen wir, wenn wir sie in unser tägliches Menü aufnehmen?

Wir haben für Sie einige Vorzüge dieser Pflanze zusammengestellt. Es gibt so viele, dass man den Amarant-Samen wirklich seine Aufmerksamkeit schenken sollte. Sie haben außer Superkräften auch einen Super nussigen Geschmack!

Amarant von Beginn an

Zu Beginn ein paar Worte über die verwandtschaftlichen Beziehungen unseres Protagonisten! Den Amarant zählen wir zu den Fuchsschwanzgewächsen und seine systematische Bezeichnung lautet Rispen-Fuchsschwanz. In der Umgangssprache hat sich jedoch der Name eingebürgert, der von der lateinischen Bezeichnung Amaranthus abgeleitet wird. Die Blütezeit vom Amaranth erstreckt sich von Juli bis September. Wenn wir uns die Amarant-Blüten ansehen, die eine intensiv violette Farbe besitzen, verwundert es niemanden, dass eben dieser Farbton für die Namensgebung entscheidend gewesen ist.

Obwohl Amarant allgemein als Getreide angesehen wird, ist in diesem Fall die handelt es sich um sogenannte „Pseudegetreide”. Manche zählen ihn wegen seiner den Hülsenfrüchten ähnelnden Eigenschaften zum Gemüse.

Lesen Sie auch: Welches getreide und mehl ist am gesündesten? Wie und wie viel soll man essen?

Amarant ist beliebt: wozu verwendet man ihn?

Amarant besteht nicht nur aus den Körnern. Obwohl der Fuchsschwanz Amaranthus im Laufe tausender Jahre seinen Status als heilige Pflanze verloren hat, hat er weiterhin denjenigen viel zu bieten, die neue Geschmacksrichtungen und Wege, gesünder zu kochen, suchen.

Aus Amarant-Körnern können Sie zum Beispiel glutenfreies Mehl herstellen, das ideal für Kekse und Pfannkuchen ist: Es bildet eine hervorragende Alternative für Personen, die wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit eine besondere Diät einhalten müssen.

Interessanterweise sind die jungen weiblichen Blüten der Amarant-Pflanze essbar und voller Nährwerte! Vom Geschmack her erinnern sie etwas an die Blätter der roten Bete. Wer sie kosten möchte, kann sie wie Spinat zubereiten. Es gibt verschiedene Gattungen des Amarant. Amaranthus Caudatus auch als Garten Fuchsschwanz bekannt sowie der Zurückgebogene Amarant, auch Zurückgekrümmter Fuchsschwanz oder Rauhaariger Amarant genannt.

Am häufigsten greifen wir jedoch zu expandierten Amarant-Samen. Worauf beruht der Prozess, dem sie unterzogen werden? Es handelt sich um eine Behandlung mit Wärme und Druck, durch die die Samen ihr Volumen vergrößern und ihre Struktur verändern. Sie sind dann wie „aufgepumpt” und sehr leicht.

Wozu passt expandierter Amarant? Verbinden Sie ihn mit Joghurt oder Kefir, benutzen Sie ihn als Zutat zum Salat, Suppen und gesundem Gebäck, z. B. Kekse, Riegel und Kraftkugeln. Unbehandelter Amarant eignet sich auch als Zutat für hausgemachte Backwaren.

Große Kraft des kleinen Amaranth Korns

Diese Fakten und kulinarischen Inspirationen sollte man um ein wenig Wissen über die Eigenschaften der Samen des Rispen-Fuchsschwanzes oder Färber Fuchsschwanz ergänzen. Die Superkräfte dieser kleinen Körner haben bewirkt, dass wir erneut zu Amarant gegriffen und sein Diätpotenzial ebenso erkannt haben wie die Chance auf eine Bereicherung des täglichen Menüs um wichtige Nährstoffe. Das hilft dabei, manchen Erkrankungen vorzubeugen. Was kann Amarant konkret?

Er ist eine Quelle leicht verdaulichen und hochwertigen Eiweißes

Amaranth enthält wirklich viel, nämlich 14,4 g pro 100 Gramm. Warum ist das Eiweiß aus Amarant so außergewöhnlich? Wegen der Verbindungen, die sich in ihm befinden.
Die in den Amarant-Samen enthaltenen hohen Anteile an essentiellen Aminosäuren Methionin, Threonin, Leucin und Lysin benötigt unser Organismus für seine ordnungsgemäße Funktion. Er ist jedoch nicht in der Lage, diese selbständig zu erzeugen. Essentielle Aminosäuren müssen ihm mit der Nahrung zugeführt werden. Dieses Aminosäuren-System bewirkt, dass das Amarant-Eiweiß gut aufgenommen wird, sogar besser als Milch-Eiweiß!
Gerade wegen ihres Eiweißgehalts sollten Amarant-Samen den Speiseplan von Veganern ergänzen, besonders weil sie bei der Zubereitung vollwertiger Mahlzeiten wie Koteletts, Fladen oder Haferbrei zu jeder Tageszeit verwendet werden können.

Er besitzt antioxidative Eigenschaften

Diese verdanken wir solchen Verbindungen wie Phenolen, Beta-Karotten, Linolsäure oder Rutin. Unter den Antioxidantien, die in Amarant enthalten sind, verdient Squalen besondere Aufmerksamkeit, das auch in pflanzlichen Ölen auftritt, aber in wesentlich geringeren Mengen (Olivenöl enthält zehnmal weniger als Amarant). Diese Verbindung unterstützt die Reinigung des Organismus, mindert das Risiko von Atherosklerose und Herzerkrankungen. Sie stärkt uns (wortwörtlich) von Grund auf und verlängert das Leben von Zellen.
Die Bedeutung von Squalen bei der Vermeidung von Erkrankungen des Herz- und Gefäßsystems ergibt sich aus seiner Fähigkeit, den Cholesteringehalt im Blut zu senken.
Der Fettanteil der Amarant-Körner ist wesentlich höher als im Falle anderer Getreidesorten wie z. B. Weizen oder Hafer und beträgt ca. 7 %. Unter dem Gesichtspunkt der Planung einer gesunden Diät ist jedoch der Umstand am wichtigsten, dass unter den Fetten im Amarant ungesättigte Fettsäuren überwiegen (bis zu 70 %). Wofür mögen wir ihn? Dafür, dass er (wie Squalen) den Cholesteringehalt im Blut senkt. Amarant enthält somit einige Verbindungen, die uns dabei helfen, die Konzentration im Normbereich zu halten, so dass wir weniger der Gefahr von Herzerkrankungen und Kreislaufproblemen ausgesetzt sind.

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Er liefert viele Vitamine und Mineralstoffe

Getreide und Vitamin C? Das ist eine ziemlich unpopuläre Assoziation, aber im Fall von Amarant sogar begründet! Es handelt sich um die einzige Getreidepflanze, die dieses Vitamin enthält. In Amarant-Samen finden wir darüber hinaus andere Vitamine, nämlich E, B1, B2, B3 i B6, sowie wertvolle Mineralstoffe, unter denen Magnesium, Kalium, Kalzium und Eisen überwiegen.

Er ist sicher für Allergiker und Kranke

Wegen seiner Eigenschaften kann Amarant von Personen genossen werden, die an Anämie, Atherosklerose, Diabetes oder Erkrankungen des Nerven- und Knochensystems leiden. Der glutenfreie Amarant bildet darüber hinaus eine Alternative für an Zöliakie leidende Personen.

Er bildet einen Rohstoff, aus dem ein Öl mit wertvollen Eigenschaften entsteht

Was ist entscheidend für die Außergewöhnlichkeit dieses Produkts? Eine gewichtige Rolle spielt dabei das bereits erwähnte Squalen. Sein Gehalt in Amarant-Öl ist wirklich hoch. Im Vergleich enthält Olivenöl zehnmal weniger Squalen! Dieses Öl sollte auch seinen Platz in unserer Ernährung finden, besonders wenn wir durch einen entsprechend abgestimmten Speiseplan das Risiko gewisser Probleme und Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht mindern möchten.

Squalen ist nicht der einzige wertvolle Bestandteil von Amarant-Öl. Die in ihm enthaltenen Tocopherole und Tocotrienole (Vitamin-E-Formen und starke Antioxidantien) üben einen positiven Einfluss auf unsere Haut aus. Sie spenden ihr Feuchtigkeit sowie beschleunigen die Heilung von Wunden und geringfügigen Verletzungen. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Das Amarant-Öl wird also sehr häufig von der Kosmetik- und Pharmaindustrie angewandt. Es ist also keine Übertreibung, wenn wir sagen, dass sich der Amarant hervorragend in zwei Rollen bewährt, nämlich als unersetzliche Zutat in der Küche…sowie in der natürlichen Hausapotheke.

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