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Veröffentlicht: 14.10.2019

Lecithin: Was ist das und wo befindet es sich? Beispielprodukte und Wirkung

Lecithine bilden eine umfassende Gruppe chemischer Verbindungen, die als Phospholipide klassifiziert werden. Diese Substanz ist in allen Zellen des Körpers vertreten. Sie tritt in natürlicher Weise im menschlichen Organismus auf. Lecithin spielt deshalb eine wichtige Rolle für das ungestörte Zusammenspiel von Nerven und Organismus und unterstützt auch den Zellstoffwechsel. Zum ersten Mal wurde es 1846 von Theodor Nicolas Gobley aus Eigelb isoliert. Gobley gab seiner Entdeckung den Namen „Lekithos“ (das griechische Wort für „Eigelb“), später entstand daraus die heutige Bezeichnung „Lecithin“.

Was verdanken wir Lecithin? Worauf hat es Einfluss und wo kann man es finden? Mehr erfahren Sie hier:

Wozu brauchen wir Lecithine?

Lecithin ist ein Bestandteil tierischer und pflanzlicher Zellmembranen, gehört als natürlicher fettähnlicher Stoff zur Gruppe der Phospholipide und wird in der Fachsprache als Phosphatidylcholin bezeichnet. Phospholipide setzen sich aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin zusammen. Lecithin ist an Stoffwechselprozessen beteiligt. Dank ihm werden Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe schneller aufgenommen. Lecithin wirkt regenerierend auf die Leber, wenn sie durch den Einfluss von Alkohol und Medikamenten belastet wird. Ebenso verringert es die Verfettung dieses Organs und schützt vor Leberzirrhose. Lecithin ist deshalb wichtig für die körpereigene Produktion von Acetylcholin, dem bedeutendsten Neurotransmitter des Nervensystems.

Seine Wirkung beugt der Bildung einer Fettschicht vor. Es senkt den Wert des schlechten LDL-Cholesterins. Lecithin zerstört Fette, so dass sie schwerer an Blutplättchen und Blutgefäßen haften bleiben. Das beugt der Entstehung von Einlagerungen und einem Koronargefäßthrombus vor. Die im Lecithin enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren binden Cholesterin und beschleunigen seine Ausscheidung aus dem Organismus.

Lecithine sind wegen ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften ebenfalls positiv für das Immunsystem.

Darüber hinaus beeinflussen sie das Nervensystem. Lecithin ist für die Bildung des Hirngewebes und des Myelins der Nervenzellen verantwortlich. Das Cholin des Lecithins ist an der Übermittlung von Nervenimpulsen ans Gehirn beteiligt. Dank dieser Verbindungen nimmt die Merk- und Konzentrationsfähigkeit zu.

Deshalb auch wird die zusätzliche Aufnahme von Lecithin bei verstärkter geistiger Anstrengung, z. B. während Prüfungen im Studium, empfohlen. Man sollte jedoch daran denken, dass es nicht ausreichend ist, nur einmal zu Lecithin zu greifen. Die ergänzende Einnahme sollte mindestens einen Monat lang erfolgen. Lecithin kann man ebenfalls Senioren empfehlen, um Konzentrationsvermögen und Gedächtnis zu stärken.

In welchen Produkten befindet sich Lecithin?

Gewonnen wird Lecithin vor allem aus Eigelb sowie Weizenkeime, Raps und Sojabohnen. Auf die Herkunft des jeweiligen Lecithins kann die Art der in ihm auftretenden Fettsäure hinweisen. Oft wird es verschiedenen Lebensmitteln wie Brot und Backwaren, Margarine oder Mayonnaise, Kuchen, Keksen und Schokolade hinzugefügt. Lecithin tritt in der Liste der Lebensmittelzusatzstoffe unter dem geheimnisvollen Symbol E322 auf. Auch in den Lebensmitteln des neuform-Vertragswarensortimentes ist Lecithin aufgrund seiner gesundheitlichen Unbedenklichkeit erlaubt.

Aufgabe des Lecithins ist es, die Qualität und Haltbarkeit der Produkte zu verbessern. Es optimiert die Konsistenz und die organoleptischen Eindrücke. Lecithine verbinden eine wässrige Phase und eine Fettphase zu einer Emulsion. Schokolade wird durch Zugabe von Lecithin seidiger und glatter. Lecithin bewirkt, dass frittierter Teig weniger Fett aufnimmt. Ist beim Einsatz von Lecithin als Zusatzstoff in Lebensmitteln für uns Vorsicht geboten? Absolut nicht! Lecithin wird in vielen industriell gefertigten Lebensmitteln als Emulgator verwendet.

Ein Emulgator dient als „Vermittlungsstoff“ zwischen Wasser und Fett, denn er besitzt einerseits einen fett- liebenden (lipophilen) Teil, der sich dem Öl „hingezogen fühlt“, anderseits hat er ein wasserliebendes Ende, welches sich gerne mit Wasser verbindet.

In natürlicher Form tritt Lecithin auf in:

  • Eigelb
  • Leber
  • Sojabohnen
  • Bohnen
  • Raps
  • Sonnenblumenkernen
  • Nüssen (besonders Erd- und Wallnüssen)
  • Fischen

Wie wird Lecithin gewonnen?

Lecithin wird hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Erzeugung pflanzlicher Öle gewonnen. In der Lebensmittel- und in der Pharmaindustrie wird Lecithin aus Sojabohnen gewonnen, Raps und Sonnenblumenkernen sind aber auch möglich. Die Lecithine haben eine ähnliche Zusammensetzung. 30 % bilden Öle. Wichtig ist dabei das Verhältnis der Omega-3-Fettsäuren und der Omega-6-Fettsäuren. Eine hohe Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren bei einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Ein Übergewicht von Omega-6-Fettsäuren in der Diät kann zu Krebserkrankungen führen. Daher kann man auch annehmen, dass Lecithin aus Raps, das reich an Omega-3-Fettsäuren ist, die bessere Wahl ist. Sind Öle, Fette oder Lecithin aus gentechnisch veränderten Sojabohnen hergestellt (Soja Lecithin), muss das gekennzeichnet werden. Auch in Bio Produkten. Natives Lecithin hat nur eine geringe Fähigkeit, Öl in Wasser oder Wasser in Öl zu emulgieren. Eine Mischung von Sojalecithinen mit hohem Cholinanteil hat jedoch eine stärkere Fähigkeit, eine kleinere Menge Öl in einer größeren Menge Wasser zu emulgieren.

Fazit

Lecithin gilt als eine risikoarme Ergänzung zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie bereits zur Erhaltung Ihrer Gesundheit verwenden. Aber alle Nährstoffe werden am besten in ihrer ganzen Form mit der Nahrung aufgenommen.

Mit einigen Vorteilen und sehr wenigen Risiken kann Lecithin eine Option für die Menschen sein, die ihren Cholesterinspiegel und ihre Organfunktionen verbessern wollen. Besprechen Sie die Einnahme neuer Nahrungsergänzungsmittel unbedingt mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.

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